Amtierende Weltmeisterin im Halbmarathon

Erika KruegerPrinzipiell: Das Alter ist schön, wenn man gesund ist.
Altern in Gesundheit ist ein Gottesgeschenk.

Nach meiner Erfahrung, muß man auch einiges dafür tun – dann bleibt man im Alter fit:

1) Eine bewußte Ernährung – viel Frisches essen (meine Ernährung besteht aus 70%Obst/Gemüse, 20% Kohlehydrate,10% Eiweiß – Fleisch nur von freilebenden Tieren wie Lamm oder Wild)

2) Bewegung “run more -live longer“.
Ohne meinen Sport wäre ich im Alter vereinsamt. Vor 30 Jahren kam ich im Zuge der Jogging-Welle zum Laufsport. Die Kinder waren ausgeflogen – da tat sich eine neue Welt für mich auf. Als Senkrechtstarterin mit meinen beachtlichen Laufzeiten tummelte ich mich auf den Marathon-Strecken der Welt – Bestzeit vor 30 Jahren 3,:04:02 std. – jetzt, mit 79 Jahren bei gut 5:30:00.
Insgesamt habe ich 77 Marathons seit meinem 49. Lebensjahr absolviert, bin seit 2013 amtierende Weltmeisterin im Halbmarathon der AK W 75 [...]. Weiterlesen →

Mit dem Fahrrad schon zweimal die Erde umrundet

Anton PlankIch bin bereits 92 Jahre alt und immer noch sportlich aktiv. Der Sport hat mich schon in jungen Jahren begleitet. Ich war in meiner Jugend ein guter Fußballspieler. Geboren bin ich in Ungarn, in einem kleinen Ort Namens Pomaz – nahe bei Budapest. Nach dem Krieg 1946 wurde ich aus meiner Heimat vertrieben und bin danach in Ettlingen gelandet. Ich war viele Jahre als Webmeister tätig.

Seit 1985 bin ich im Ruhestand und genieße diesen in vollen Zügen. Schon in den letzten Jahren meiner Berufstätigkeit habe ich begonnen Heimatforschung zu betreiben. Ich habe alte Geschichten von Senioren aus der alten Heimat gesammelt, und diese dann in einer Heimatchronik 1982 veröffentlicht. Auf meine Initiative hin wurde im Oktober 1985 der Pomazer Heimatverein gegründet. Regelmäßige Treffen und viele fleißige Hände ließen dann auch noch die Eröffnung einer Heimatstube/Museum in Waldangelloch folgen. Besuche bei ehemaligen Landsleuten, um Dinge für die Stube zu sammeln, war eine ganze Zeit lang meine Hauptbeschäftigung. Ich war viele Jahre Vorstand des Vereins, bin diesem immer noch sehr verbunden, kann aber leider nicht mehr regelmäßig dort sein, da ich seit einigen Jahren nicht mehr Auto fahre. Weiterlesen →

Das ganze Leben lang ein großer Fan

ZarahBei unserer Schulentlassungsfeier im Jahre 1950, sang ich für den Klassenlehrer ein selbstverfasstes Liedchen mit einer Zarah Leander Melodie. Für meinen Auftritt lieh mir meine Mutter ihren Morgenmantel. lhr bestes Stück”! Meine ältere Schwester häkelte extra für mich ein schickes Haarnetz. Somit war das Outfit perfekt. Herr Ganter (der auch in unserer Stadt bekannt war als Kontor und Dirigent des Männergesangvereins) hatte seine helle Freude an der kleinen Darbietung.

Dann kamen Beruf, Familie und ein Sack voll Sorgen. „Zarah” wurde in die Ecke gestellt. Bei Vereinsfeiern des Hausfrauenbundes, den ich ab 1979 leitete, durfte sie jedoch ab und zu wieder aufleben. Weiterlesen →

Im Herzen jung

Foto_groll1Endlich mal Zeit fürs Hobby, kein Zwang, wenn man ab und zu nicht mal ein Zipperlein bekäme, wäre es der Himmel auf Erden. Es fängt schon morgens an, man muss nicht aufstehen, man darf, sonst würde man ja seine vorgenommenen Tätigkeiten nicht erfüllen. Meine Mutter hat schon immer gesagt: “Man muss sich zerrühren” und sie hat recht gehabt, sie wurde 93,5 Jahre alt und war bis auf Kleinigkeiten nie krank, was ich leider von mir nicht sagen kann. Weiterlesen →

Auf dem Friedhof einen neuen Begleiter gefunden

Helga Heck und ReinholdEs ist wahr! Schönes kann man auch im Alter noch erleben. Als ich lernen musste allein zu sein, war ich oft auf dem Friedhof. Mit der Zeit lernte ich dort einen Mann kennen, wir hatten beide unsere Partner verloren. Immer, wenn ich kam, strahlte er mich an. Mal stand eine Gießkanne gefüllt mit Wasser für mich parat, mal lagen ein paar Blumen da. Es war einfach schön nicht alleine zu sein. Wir besuchten Konzerte, machten Ausflüge. Beide waren wir 75 Jahre alt. Seither sind 3 Jahre vergangen und wir helfen uns gegenseitig wo wir können.

Helga H. (78) und Reinhold G. (78)

Den Namen zum Programm gemacht

Regine Jung in ihrer Küche mit frisch gebackenen Plätzchen.“Wer rastet, der rostet” – das Motto kann ich bei meinen Freunden im gleichen Alter oft beobachten. Um gesund und fit zu bleiben, muss man schon was tun und so habe ich mir meinen Namen [...] zum Programm gemacht. Ich bleibe einfach jung, basta!

Älter wird doch sowieso nur der Körper, aber in meinem Kopf bin und bleibe ich die Person, die in ihren besten Jahren bei Hagemeier bis in die Nacht hinein “geschwoft” hat und zu Fuß kilometerweit durch Berghausen zu der Familie bei Schnee und Regen gegangen ist.

Damit das auch weiter so bleibt? Jeden Tag gehe ich einkaufen – da trifft man immer den ein oder anderen auf ein kurzes Schwätzchen. Und wer mich morgens anruft, der weiß schon genau, dass ich gerade meine 10 km auf meinem Heimtrainer ganz entspannt fahre, und dabei dann fernsehe oder eben mir Freunden und Familie telefoniere. Denn außer Atem möchte ich nicht kommen, die reine Bewegung zählt und hält meinen Körper in Schwung. Weiterlesen →

Urlaub fängt im Zug an

Scheer_Erika_Mann_Karl[Ich] werde also im Januar 75 Jahre. Mein Mann Karl ist 3 Jahre älter als ich. Mit 65 Jahren wurde er Rentner. Bis zu diesem Zeitpunkt bewirtschafteten wir einen landwirtschaftlichen Betrieb.
Nun kam die große Umstellung. Unser Sohn übernahm den Hof. Wir zogen auf unseren Altersruhesitz.Ein neues Leben begann. Wir hatten Zeit für uns. Ein Garten rund um unser Haus nahm unsere Zeit in Anspruch. Wir genießen unser Vereinsleben, z.B. M.G.V., Chor, Wassergymnastik, laufen im Wald. An bestimmten Tagen kommen unsere Enkel. Wir essen miteinander, spielen miteinander (Gesellschaftsspiele) oder sind im Garten. Wir haben einen Hund, der heißt Pauli, er braucht seine Aufmerksamkeiten und die Kinder spielen gern mit ihm.

Wir verreisen auch viel. Die letzte Zeit, da wir nicht mehr so mobil sind, fahren wir mit dem Zug. Z.b. letztes Jahr nach Ratzeburg, mit dem Regionalzug. Das heißt: Wir sind 5x umgestiegen. Es hat uns Spaß gemacht. Der Urlaub fing schon im Zug an. Weiterlesen →

Der größte Schatz ist die Erinnerung

Lindemann_HeidemarieUnd plötzlich bist Du über 70, nun bist Du alt! Bin ich das wirklich? Wie gehe ich jetzt mit diesen Jahren um? Ich lache, weine und fü̈hle wie immer. Darf ich das nicht mehr? Muss ich mich jetzt anders verhalten, altersgerecht, häkeln stricken und weise lächeln? Nein, das liegt mir nicht.

Jetzt starte ich anders durch. lch werde mir Zeit nehmen für die schönen Dinge des Lebens. Das beginnt schon morgens, frühstücken bei Kaffeeduft, frischen Brötchen und ganz lange die Zeitung lesen und endlich darin den Fortsetzungsroman. So wollte ich das schon immer. So beginnt der Tag viel beschwingter. Dann ein kleiner Spaziergang, die Natur bewußt genießen, auf die Geräuschemehr achten. Zum Beispiel, wenn der Buntspecht wie ein Besessener an seinem Baumstamm hämmert. Mit allen Sinnen genießen und sich an das erste zarte Grün erfreuen. All diese Dinge bewußt aufnehmen und dankbar sein. Weiterlesen →

Rosa centifolia foliacea

Rathjen_Irmgard kleinNun bin ich schon weit über siebzig und sehr froh darüber, dass ich meinen Alltag selbstbestimmt leben kann. Ich genieße mein Haus, meinen Garten, die vielen Freunde und Bekannten und gelegentliche Überraschungen!

Neulich besuchte ich Wilfried und Gerda. Sie wohnen sogar in derselben Siedlung wie ich – ein kleines Wunder, denn wir sind als Nachbarskinder zusammen aufgewachsen. In der Familiengründungszeit haben wir mal hier, mal da gewohnt, aber jetzt im Rentenalter haben wir uns tatsächlich im selben Ort wiedergefunden! Wir telefonieren oft miteinander, erzählen uns von unseren Enkeln und tauschen Gartentipps aus. Gerda und Wilfried hatten gerade etwas Neues: ein Knietablett, das ich schön und praktisch fand. Und zu meinem Entzücken waren darauf Rosen abgebildet, genauer gesagt Rosa centifolia foliacea. Als Tischsets in Mode kamen, hatten unsere ersten Exemplare auch Rosenbilder, und gerade diese eine liebe ich so. Es gibt bei den beiden also meist etwas Neues zu entdecken und Neues zu bereden! Weiterlesen →

Die Vielfältigkeit in Person

Hoff_MarianneEigentlich gehöre ich mit 67 Jahren noch nicht zu der Klientel, die Sie zur Schilderung ihres dritten Lebensabschnitts auffordern. Ich hoffe, dass es Ihnen trotzdem gefällt.

Schon sieben Jahre erfreue ich mich des Rentendaseins und lebe nach der Devise die Curd Jürgens mit “es ist wichtiger den Jahren mehr Leben zu geben, als dem Leben mehr Jahre” beschrieb. Und ich, ich schreibe nun mal gerne Gedichte und am besten gereimt. Dabei fließt sowohl real Erlebtes, als auch pure Phantasie mit ein…

Ich liebe es alle schönen Gaben der Natur wie Pilze, Pfefferminze, Holunderblüten, Nüsse zu sammeln und zu pflücken und selbst zuzubereiten. Seit ich vor Jahren mal an einer Kräuterwanderung teilgenommen habe, befasse ich mich gerne damit. Ein immerwährender Prozess. Beim Sammeln und Trocknen derselben lerne ich auch ständig manch neues Kräutlein kennen. So habe ich jedes Jahr eine kleine Naturapotheke in der Küche, von der ich, abgesehen von ein paar Husten und Fiebermitteln gegen Erkältung, aber noch nie viel Gebrauch machen musste. Mein Wissen darüber gebe ich aber gerne weiter. Weiterlesen →

Immer an das Machbare denken

Zenker_KurtWährend meiner aktiven Zeit im Arbeitsleben hatte ich durch mein politisches und gewerkschaftliches Engagement bereits viele soziale Kontakte. Diese kann ich selbstverständlich nach meinem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben verstärkt fortführen. Weil die Verantwortung und der Stress im Beruf weggefallen sind und kein Zeitdruck mehr dahinter steht, ist das natürlich eine äußerst befriedigende Entwicklung.

Endlich kann ich mich auch etwas mehr meiner Familie widmen und habe dadurch auch die Möglichkeit, für meine Enkelkinder bedeutend mehr Zeit und Zuwendung aufzubringen als meinen eigenen beiden Töchtern in der Aufwachsphase. Das ist natürlich eine befriedigende Aufgabe, wie auch manchmal die Unterstützung meiner Tochter durch Ausführen ihrer beiden Hunde. Weiterlesen →

Ziemlich beste Freunde

Gottfried_ZurbrueggIch gebe zu, ich kenne den Film “Ziemlich beste Freunde”. Aber genau deshalb habe ich diesen Titel für meine Geschichte gewählt. Nein, ich bin nicht behindert, jedenfalls nicht mehr, als man es ist, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat. Und ich habe viele Freunde. Es sind mehr geworden und warum, das möchte ich Ihnen erzählen. Freunde, das waren die, mit denen man um den Block zog, wie wir sagten.
Freunde, das sind die, mit denen man sich zum Wandern und zum Feiern trifft.

Seit meinem Ruhestand bin ich im Kirchenchor, im Männergesangverein und engagiere mich als Prädikant in unserem Kirchenkreis. Wir sehen uns jede Woche und unternehmen viel gemeinsam, seit die Kinder aus dem Haus sind. Weiterlesen →

Von Langweile keine Spur

Helmut_JuntoriusNun bin ich (71) schon seit 6 Jahren Rentner, Altersteilzeit bedingt aber schon 9 Jahre zu Hause. Schon während meiner Arbeitszeit habe ich mich darauf vorbereitet.

In unserem großen Garten verbringe ich viel Zeit. Eines meiner Hobbys ist Radfahren. Einmal in der Woche treffen wir uns mit Gleichgesinnten und ich führe sie auf ruhigen Wegen durch unsere Heimat. Im Sommer auch mal einen ganzen Tag oder für mehrere Tage.

Vor einigen Jahren bin ich angefangen mit Holz zu arbeiten. Meine Frau unterstützt mich dabei und so sind viele schöne Skulpturen entstanden. Viel Zeit nehmen wir uns auch für unsere Enkelkinder, sie sind 10 und 3 Jahre alt. Sie kommen immer gerne zu uns. Der Urlaub ist auch sehr wichtig für uns. Wir haben schon einige Flüsse mit dem Rad erkundet. Im Herbst geht’s dann immer in die Sonne.

Auch ehrenamtlich setzen wir uns ein, helfen einmal im Monat beim Generationen-Frühstück und im Gartenbauverein. So kommt nie Langeweile auf. Mein Wunsch für die Zukunft wäre noch lange gesund zu bleiben.

Helmut J., 71 Jahre

2.500 km unterwegs mit dem Wohnmobil

Ulrike und Dietwolf GschwendWir sind 76 und 70 Jahre alt. Organe, Haut, Knochen und Gefäße haben uns bis heute liebevoll begleitet. Natürlich haben alle ihre alters entsprechenden Macken, aber wir beide haben im Laufe des Lebens gelernt, einvernehmlich mit all diesem umzugehen. Wir respektieren diesen Alterungsprozess mit all seinen Möglichkeiten.

Seit einiger Zeit haben wir das Motto: “Altwerden ist nichts für Feiglinge” erkannt. Wir versuchen für uns das Beste rauszuholen. In diesem Sinne gehen wir tapfer unser gemeinsames Älterwerden an. Weiterlesen →

Ein unerwartetes Treffen an der Straßenbahnhaltestelle

Hildegard DittrichDas Älterwerden ist ein Geschenk des Himmels. Vor allem, wenn man noch einigermaßen gesund und auch sehr rüstig ist. Nach einer glücklichen Ehe und einem schönem Familienleben, war ich 17 Jahre lang alleine. Diese Zeit war nicht immer einfach für mich. Ich wollte meinen Kindern nicht zur Last fallen und sie mit meinen Problemen beschäftigen, obwohl sie immer für mich da waren und es auch heute noch sind. In meiner freien Zeit habe ich viel im Haushalt gemacht, ich koche gerne und zu den Festen des Jahreslaufes backe ich gerne. Nebenbei versorge ich meinen Garten und bastele Allerlei. Eine große Leidenschaft von mir ist es in der Stadt zu bummeln. Hierbei ist mir die Seniorenkarte eine große Hilfe. Sie macht mich unabhängig und das ist einfach wunderbar. Indirekt brachte mir diese Karte und meine Leidenschaft nach vielen Jahren wieder das große Glück. Es ist kaum zu glauben, aber wahr. Weiterlesen →

Bloß keine Gespräche über Ischias oder Seniorenheime

Doris LottAltsein damals
Mamas Stimme klingt mir immer noch im Ohr: “Dorle, Altwerden ist nicht schön.” Mama gehörte zur Generation der Kriegerwitwen, zu den Frauen, die nur für ihre Kinder da waren. Mutter war nie berufstätig, aber sie arbeitete oft bis spät in die Nacht hinein, kochte, putzte, strickte, flickte und hörte uns zwischendurch noch die Vokabeln ab und überprüfte die Hausaufgaben. Den Nachmittag verbrachte sie bei ihren alten Eltern und verließ sie erst, wenn sie sicher war, dass die beiden “gut versorgt” waren. Altersheim oder Seniorenstift standen da nie zur Diskussion. Auch vom Geld war nie die Rede, obwohl Mamas Witwenrente klein war und sie für vier Kinder Schulgeld bezahlen musste. Hat Mutter je Urlaub gemacht? Sie hat sich nie darüber beklagt, dass sie nie in Ferien fahren konnte. Uns schickte sie zum Austausch nach Frankreich oder England, was außer der Fahrkarte und einem kleinen Gastgeschenk nicht viel kostete. Unseren Austauschschülern, den Engländer und den Franzosen gefiel es immer gut bei uns und es entstanden sogar lebenslange Freundschaften. Weiterlesen →

Ein Hobby mit Perlen und Draht

Inge KoehlerIch möchte Ihnen mein Hobby vorstellen, dass ich mir nach meiner Arbeitszeit im Alter von 65 Jahren zugelegt habe und heute noch, im Alter von 82 Jahre ausübe. Ich fertige aus Perlen und Draht verschiedene Dinge, wie Bäume, Broschen, Tiere, Ketten, Blumen u.v.m. an. Damit gehe ich auf Hobby-und Künstlerausstellungen. Es bringt mir sehr viel Freude und Zufriedenheit, dass ich in meinem Alter noch zu etwas fähig bin und mit meinen Bastelarbeiten sowohl die kleinen und großen Besuchern der Ausstellungen erfreuen kann. Während der Ausstellung zeige ich wie ich meine Arbeiten anfertige. Oft höre ich die Leute sagen “Da muss man aber gut sehen können” oder “dazu hätte ich keine Geduld”. Doch durch diese Arbeit sind meine Finger beweglich geblieben und Zeit hat man doch jede Menge im Alter. Für die ganz diffizilen Sachen hilft mir meine Schwester, die auch im Rentenalter ist.

Inge K., 82 Jahre

Wir sind nicht alt, wir sind knackig

Birgit SchmutteEigentlich hatte ich noch nie Schwierigkeiten mit meinem Alter. Seit ich nicht mehr arbeite, mache ich Städte-Reisen mit meinem Mann, wir gehen jeden Tag walken und wir machen die schönsten Bergtouren in Tirol. Aber mit der 7 vor der 0 hatte ich dann doch Probleme. Obwohl ich mich flott finde und auch so angezogen bin, kam die Ernüchterung in einem Supermarkt an der Kasse. Ich lachte mit einem kleinen Kind im Einkaufswagen, also die Mutter des Buben zu ihm sagte: „Ah Fritzi, schäkerst Du mit der Oma!“
Irgendwann passiert’s eben. Dass wir nicht mehr aussehen wie 40 und dass wir morgens aufwachen und hier und da zwickt und knackt es.

In diesem Sinne, meine lieben Mitstreiter, wir sind nicht alt, wir sind knackig!

Birgit S., 70 Jahre

Rentnerdasein

Karl-Heinz MuellerRentner sein, endlich Zeit,
genieße den Luxus der Langsamkeit.
Nicht mehr sputen nach dem Soll,
Rentner sein – einfach toll.

Rentner sein, morgens liegenbleiben,
beim Spaziergang Zeit vertreiben.
War der Zeitplan früher oft stur,
Rentner sein geht ohne Uhr.

Rentner sein, fahr mit dem Zug,
hab’ vom Auto schon genug.
Zug verpasst, was liegt mir dran,
Rentner sein heißt – nächste Bahn. Karl-Heinz M.

Auf Wanderpfaden im Hochgebirge unterwegs

Ursula MischkaleSeit Oktober in ich in Rente. Ich bin 66 Jahre alt, seit 20 Jahren verwitwet. Nie habe ich geglaubt, dass das Leben nach 46 Jahren Berufstätigkeit (davon 15 Jahre am Computer) so schön sein kann.

Jede Woche bin ich bei einer Radlergruppe mit dabei, im Winter werden Spielenachmittage angeboten. Auch bin ich einmal im Monat bei einer Wandergruppe aktiv, manchmal mit einfachen oder auch mittelschweren Wanderungen. Einmal im Jahr wird von unserem Seniorenbüro eine 5-tägige Hochgebirgswanderung angeboten, was mir sehr viel Spaß macht. Durch diese Aktivitäten habe ich so viel nette Seniorinnen und Senioren kennengelernt. Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir uns mit Küsschen und Umarmungen wiedersehen. Weiterlesen →